Europäische Agenda für den Tourismus 2030: eine Vision für die Zukunft des europäischen Tourismus-Ökosystems

Der Minister für Industrie, Handel und Tourismus, Reyes Maroto, auf der Tagung des Rates für Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union (EU)

Während der heutigen Sitzung in Brüssel betonte Minister Reyes Maroto, dass “Spanien dazu beigetragen hat, dass der Tourismus auf der europäischen Agenda eine Bedeutung hat, die seinem wirtschaftlichen und sozialen Gewicht entspricht und die es uns nicht nur ermöglicht, auf die klimatischen und technologischen Herausforderungen zu reagieren, sondern auch die demografischen Herausforderungen und die Entvölkerung zu bewältigen”.

Für den Tourismusminister “war Spanien ein Vorreiter bei der Entwicklung eines ehrgeizigen Fahrplans für das künftige Tourismusmodell mit der Strategie Spanien 2030 für Nachhaltigkeit und dem Plan für die Modernisierung und Wettbewerbsfähigkeit des Tourismussektors, und es war für die EU unerlässlich, eine eigene Agenda für die Entwicklung des neuen Modells für den Sektor nach der Pandemie zu haben, da dieser eine große Kapazität hat, Aktivität und Beschäftigung anzuziehen und einen Beitrag zur Modernisierung der europäischen Wirtschaft und Gesellschaft zu leisten”.

Nachhaltigkeit, der Eckpfeiler für die Umgestaltung des europäischen Tourismusmodells

Dieser neuen Agenda, die das Ergebnis eines Reflexionsprozesses mit den Mitgliedstaaten ist, ist ein mehrjähriger EU-Fahrplan mit konkreten freiwilligen Maßnahmen für die Staaten, die zuständigen Behörden, die Kommission und andere Akteure des touristischen Ökosystems beigefügt, der strategische Leitlinien für die Überwachung der Fortschritte der Agenda in fünf Schwerpunktbereichen enthält:

Ermöglichung eines Governance-Rahmens. Gewährleistung eines kooperativen Managements von Reisezielen und Einrichtung einer EU-Tourismus-Scorecard mit Indikatoren und Statistiken auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene.

Grüner Übergang: Verbesserung der Kreislaufwirtschaft im Tourismus, Verringerung des CO2-Fußabdrucks des Tourismus durch Förderung der Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz.

Digitaler Wandel: Förderung der Digitalisierung von Tourismus-KMU und Schaffung eines Rahmens für die gemeinsame Nutzung von Tourismusdaten.

Widerstandsfähigkeit und Eingliederung: Verbesserung der Zugänglichkeit von Tourismusdienstleistungen und Erhöhung der Fähigkeit von Reisezielen und Unternehmen, künftigen Schocks standzuhalten.

Humankapital: Entwicklung neuer Qualifikationen der Arbeitskräfte, um sicherzustellen, dass sie den künftigen Anforderungen des Tourismussektors entsprechen.

Fortschritte beim Europäischen Halbleitergesetz

Die Minister für Binnenmarkt und Industrie haben einen Text mit allgemeinen Leitlinien für die Verordnung zum Europäischen Halbleitergesetz (Chips Act) angenommen, der unter anderem die Einrichtung eines europäischen Netzwerks von Kompetenzzentren für Halbleiter, Integrationstechnologien und Systemdesigns sowie die Definition einer “Pionier”-Halbleiteranlage vorsieht.

In ihrer Rede betonte die Ministerin, wie wichtig diese Verordnung für die EU ist, um ihre technologische Führungsrolle zu stärken und die industriellen Kapazitäten in diesem Bereich angesichts des Mangels an diesen Produkten in Europa auszubauen. Sie verwies auch auf die bahnbrechende Initiative, die von der Regierung durch PERTE Chips gefördert wird und die darauf abzielt, die Design- und Produktionskapazitäten der Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie in Spanien aus einer umfassenden Perspektive zu stärken und die nationale und europäische strategische Autonomie in diesem Sektor zu fördern.

übersetzt von Bella Irene Fernández Santana

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